Kinder an die Macht

Ich habe gerade mal geschaut, was bei den U18 Wahlen herausgekommen ist. Berlin mal ganz anders!!!
Grüne knapp vor SPD, weit vor CDU, gut vor Linke, dann Tierschutz und Piraten fast gleich auf. Das wäre doch mal ein Parlament. Mehrheiten nur möglich zu dritt, Grün-Rot-Schwarz oder Grün-Rot-Lila und das wäre dann der Knaller, CDU und Piraten gemeinsam in der Opposition. Zum Glück für alle Beteiligten sind das nur Spiele.
Im echten Leben können die 16 und 17jährigen aber tatsächlich an die Urne treten und ihre Stimme für die Bezirkparlamente abgeben.
Da gilt es die Zukunft des persönlichen Umfeldes mitzugestalten.

Beispiel: Schule


Meine Straße, meine Schule, mein Sportverein, mein Jugendclub, meine Lehrstelle. Möchte ich in einem Bezirk leben, in dem das alles funktioniert? Die Straße einen Radweg hat, die Schule genug Lehrer, der Sportverein eine Halle, der Jugendclub Betreuer und es dann auch noch Betriebe gibt, die Lehrstellen einrichten können. Dann gilt es sich anzugucken, wer die Gelder wie verteilen möchte.

Beispiel: Spielplatz


Ein Beispiel:
Neukölln gibt zur Zeit mehr als 50% seines Geldes für Sozialleistungen aus. Dann kommen Kitas und Jugendhilfe beides noch im zweistelligen Prozent-Bereich. Die Schlusslichter bilden Kultur und Wirtschaftsförderung mit weit unter 1% Anteil an den Ausgaben.
Kultur bedeutet Galereien, Heimatmuseum, freie Projekte. Wirtschaftsförderung bedeutet Ansiedlung von Betrieben, Firmen, Geschäften, die Gewerbesteuern bringen und Arbeits- und Lehrstellen bieten.
Abgesehen davon, dass es Pflicht- und Freiwilligeausgaben gibt und an der Pflicht nicht viel zu rütteln ist, bei den freiwilligen Ausgaben können die Bewohner des Bezirks mitreden. Oder eben jetzt am Sonntag ganz konkret mitentscheiden, in dem sie die Leute in die Bezirksverordnetenversammlung wählen, die ihre Interessen vertreten, das Geld so verteilen, dass der Wähler auch etwas davon hat.
Je mehr wählen, desto eher sind die Gewählten dann auch tatsächlich die Vertreter des Volkes. Bei nur 50% Wahlbeteiligung, werden dann auch nur die Wünsche von diesen 50% erfüllt und der Rest muss das über sich ergehen lassen.
Kinder an die Macht steht hier drüber, so lustig ist das Leben nicht, aber:
Jugend an die Wahlurne, das wäre meine Wunsch für die Bezirke.

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